Ukraine: Informationen über Geflüchtete bei uns und die Situation im Heimatland

Welche Sozialleistungen bekommen Flüchtlinge aus der Ukraine?

Flüchtlinge aus der Ukraine haben in der Regel Anrecht auf Bürgergeld oder Sozialhilfe, während sie Sprachkurse besuchen oder nicht arbeiten. Alleinstehende erhalten 563 Euro pro Monat. Dazu kommen bei einer Wohnung Hilfen für Miete und Heizung sowie Krankenversicherung.


Das wird sich ändern: Am 19. November 2025 beschloss das Kabinett einen Gesetzentwurf , der vorsieht, dass Geflüchtete aus der Ukraine, die nach dem 1. April 2025 eingereist sind, nicht mehr Bürgergeld, sondern Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten sollen (sog. Rechtskreiswechsel). Sie bekämen dann weniger Hilfen (455 Euro pro Monat für Alleinstehende, mehr Infos ) und unterlägen weiteren Einschränkungen. Auch würden sie nicht mehr von den Jobcentern, sondern von den Arbeitsagenturen betreut. Expert*innen und Verbände kritisieren den Gesetzentwurf: Durch den Rechtskreiswechsel würde der Integrationsprozess für neu-ankommende Ukrainer*innen verlangsamt und es würden höhere Kosten für die Kommunen entstehen.


Wie viele Ukrainer beziehen Sozialleistungen?

Im April 2026 waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit rund 483.200 Ukrainer*innen als „erwerbsfähige Leistungsberechtigte” bei den Jobcentern gemeldet und hatten somit Anspruch auf Bürgergeld. Hinzu kommen rund 175.400 Personen, die nicht erwerbsfähig sind und Bürgergeld beziehen, in der Regel Kinder.


Laut Angaben der Bundesagentur für Arbeit bezogen im April 2026 somit etwa die Hälfte der Ukrainer im erwerbsfähigen Alter Bürgergeld (Erwerbslosenquote: 49 Prozent).


Ein Großteil der erwerbsfähigen Ukrainer befindet sich aktuell in Jobcenter-Maßnahmen, Integrationskursen  oder in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit, zum Beispiel Alleinerziehende mit Kindern ohne Kitaplatz. Tatsächlich arbeitslos gemeldet waren im Januar 2026 laut der Bundesagentur für Arbeit 207.800 Ukrainer*innen. 62 Prozent von ihnen sind Frauen.


Einer Studie des ifo-Instituts (Juli 2025) zufolge sind für ukrainische Geflüchtete bei der Entscheidung für ein Zielland besonders gute Jobchancen entscheidend – Sozialleistungen hingegen spielen eine deutlich kleinere Rolle.


Wer bekommt was beim Bürgergeld?

Seit dem 1. Juni 2022 haben Geflüchtete aus der Ukraine Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch – also auf Bürgergeld (vorher Arbeitslosengeld II) oder Sozialhilfe. Dafür müssen sie einen Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz ( §24 AufenthG ) oder eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis (sogenannte Fiktionsbescheinigung) besitzen und ihren dauerhaften Wohnsitz in Deutschland haben.


Wer Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch bezieht, hat Anspruch auf monatliche Geldbeträge , sowie Mehrbedarfszuschläge für Alleinerziehende und Schwangere. Leistungsbeziehende erhalten eine Krankenversicherungskarte und haben Anspruch auf Behandlung bei Krankheit, Schwangerschafts- und Mutterschaftsleistungen, sowie Vorsorgeuntersuchungen. Sie bekommen außerdem Zugang zu den Vermittlungs- und Beratungsangebote der Bundesagentur für Arbeit.


Zudem haben Geflüchtete aus der Ukraine Anspruch auf Kindergeld , vorausgesetzt ihre Kinder haben ihren Wohnsitz in Deutschland. Grundsätzlich können Eltern auch Elterngeld und Unterhaltsvorschuss beziehen. Studierende, die als Flüchtlinge aus der Ukraine kamen, haben seit dem 1. Juni 2022 Anspruch auf BAföG .


Seit Januar 2024 kann die Leistungshöhe für Flüchtlinge gekürzt werden, die in Gemeinschaftsunterkünften leben – etwa, wenn Verpflegung und/oder Heizkosten vom Träger gestellt werden.


Quelle: Mediendienst Integration (https://mediendienst-integration.de/fluechtlinge/ukrainische-fluechtlinge-in-deutschland/welche-sozialleistungen-bekommen-fluechtlinge-aus-der-ukraine)

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 17. August 2026

Zivile Opfer; Situation im Großraum Kyjiw


ACLED zufolge forderten russische Angriffe im Zeitraum 01.07. bis 31.07.26 mehrere zivile Todesopfer in folgenden Regionen: Westukraine: 2 (Transkarpatien: 1, Lwiw: 1); Zentralukraine: 3 (Poltawa: 3); Kyjiw: 81 (Region: 22, Stadt: 59); Nordukraine: 47 (Tschernihiw: 6, Sumy: 41); Ostukraine: 297 (Charkiw: 53, Dnipropetrowsk: 48, Saporischschja: 74, Donezk: 105, Luhansk: 17); Südukraine: 130 (Cherson: 67, Mykolajiw: 13, Odessa: 44, Krim: 6). Gemäß einem UN-Bericht (HRMMU) sind indes im Juli 2026 in der Ukraine insgesamt mindestens 437 Zivilpersonen getötet und mindestens 2.610 verletzt worden, was einem Anstieg um 30 % im Vergleich zum Vormonat und um 70 % zum Juli 2025 entspricht. 38 % der Opfer würden auf Angriffe mit Raketen und Langstreckendrohnen zumeist auf Städte jenseits der Frontregionen zurückgehen. In den frontnahen Städten und Gemeinden seien Gleitbomben und Kurzstreckendrohnen hauptursächlich für zivile Opfer gewesen. Seit Februar 2022 sind laut HRMMU insgesamt 16.874 Zivilpersonen (einschl. 820 Kinder) getötet und 51.273 weitere (einschl. 3.126 Kinder) verletzt worden. Aufgrund verstärkter russischer Luftangriffe mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern habe es, neben anderen Städten, die Hauptstadt Kyjiw im Juli 2026 besonders schwer getroffen. Auch seien dort zweimal russische S-400-Flugabwehrraketen eingeschlagen, bevor ein Luftalarm ausgelöst worden sei. Diese Raketen seien bei Bodenangriffen schwerer vom Radar zu erfassen. Medien berichten von teilweise überfüllten Schutzräumen. Immer mehr Menschen verbrächten deshalb die Nacht in U-Bahn-Stationen. Die Situation sei von Streitigkeiten in der Stadtverwaltung über den Mangel an Notunterkünften in der Hauptstadt geprägt. Laut Bürgermeister Klitschko wurde der für den Bau von Notunterkünften im Jahr 2025 bereitgestellte Betrag von über 11 Mio. USD zu einem Großteil nicht ausgegeben. Medienangaben zufolge stand insbesondere auch die Hafenstadt Odessa ab Anfang Juli 2026 unter täglichem Beschuss, wobei teilweise 13-15 Luftalarme pro Tag ausgelöst wurden. An verschiedenen Standorten im ganzen Land, so auch in Kyjiw, wurden und werden Berichten zufolge mobile Unterkünfte aus Stahlbeton oberirdisch installiert, die Schutz vor Splittern, herabfallenden Trümmern und Druckwellen bieten, jedoch nicht vor einem direkten Treffer.


Quellen:


ACLED, Ukraine Conflict Monitor, Datenauswertung für Juli 2026, last update 13.08.2026; Ukrinform, UNO: Höchststand an zivilen Opfern in der Ukraine in einem Monat seit Mai 2022, last update 13.08.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: We will build missiles the way we built drones – Zelenskyy, last update 07.08.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Moscow targeted as Wildberries warehouse attacks continue, last update 21.07.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy decries housing of weapons in civilian area after Russian strike kills 10, last update 12.07.2026; RFE/RL, Shelter Shortage In Kyiv Adds To Suffering Amid Russian Onslaught, last update 08.08.2026; RFE/RL, Russian Barrage On Kyiv Region Kills 17 Amid Ukraine's Air Defense Missile Shortage, last update 05.08.2026; Tagesschau, Ukraine meldet Tote bei Angriffen nahe Kiew, last update 08.08.2026; Tagesschau, Zwischen Badebetrieb und Bombenalarm, last update 04.08.2026; DPA, UN: Mehr zivile Opfer durch Drohnenangriffe in der Ukraine, last update 21.07.2026; ZDF, Ukraine: "Gefährlich für Zivilisten", Video, last update 06.08.2026.

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 10. August 2026

Allgemeines Kriegsgeschehen und Situation in der Nordukraine


Nach Medienangaben vom 14.07.26 hat die Ukraine das geltende Kriegsrecht und die Mobilmachung um 90 Tage bis zum 31.10.26 verlängert. Laut Institute for the Study of War gab es im Juli 2026 kaum Veränderungen im Frontverlauf. Demnach gewann die russische Armee knapp 40 km² ukrainischen Territoriums hinzu (im Vormonat waren es 30 km²). Dies hätte sich auf die Regionen Donezk, Saporischschja und Sumy konzentriert, während die ukrainischen Streitkräfte im gleichen Zeitraum 29 km² in der Region Dnipropetrowsk zurückerobert hätten. Damit hat die Ukraine nach Einschätzung von Militäranalysten die russische Sommeroffensive soweit gestört, dass der Gegner nicht in der Lage war und ist, massiv vorzumarschieren. Die heftigsten Kämpfe hätten sich um die Stadt Kostjantyniwka zugetragen. Russische Meldungen über eine Einnahme dieser strategisch wichtigen Stadt im ostukrainischen Verteidigungsgürtel zusammen mit den Donbas-Städten Druschkiwka, Kramatorsk und Slowjansk seien von ukrainischer Seite dementiert worden. Laut Aussage der ukrainischen Armeeführung vom 01.07.26 gelten Angriffe aus Belarus bzw. ein russischer Vorstoß auf Kyjiw derzeit als unwahrscheinlich. Mehrere (nicht genannte) Quellen würden jedoch bestätigen, dass eine Offensive in Richtung Nordukraine (Regionen Sumy und Tschernihiw) von russischem Territorium aus ein realistisches Szenario sei, auf das man sich vorbereite. Die Ukraine habe damit begonnen, ihre Verteidigung an der Nordgrenze zu verstärken, nachdem Anzeichen dafür aufgetaucht seien, dass die Russische Föderation (RF) im Rahmen ihrer Pläne zur Errichtung einer sogenannten Puffer- bzw. Kontrollzone in der Nordukraine, Belarus stärker in den Konflikt einbinden könnte. Medienangaben zufolge ist ab 01.07.26 die Evakuierung von rd. 1.000 Menschen aus dem Grenzgebiet der an die RF und Belarus angrenzenden Region Tschernihiw angeordnet worden. Auch berichteten Medien, dass russische Signalrelaisstationen in Belarus, die für Angriffe auf die Ukraine genutzt wurden, nach einer Intervention von Präsident Selenskyj beim belarussischen Präsidenten Lukaschenka abgeschaltet worden sind.


Quellen:


The Guardian, Ukraine war briefing: Military’s former top commander says Kyiv has no chance of joining Nato, Last update 04.08.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Trump repositions himself as peacemaker in long call with Putin, Last update 03.08.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: More than 2 million military casualties caused by Russia’s invasion, study finds, Last update 02.07.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Swedish defence maker Saab signs deal to deliver 16 fighter jets to Kyiv, Last update 01.07.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy declares 40-day Russia blitz to ‘influence the aggressor state’, Last update 26.06.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Zelenskyy to Belarus – remove Russian relay stations or ‘we’ll do it’, Last update 20.06.2026; RFE/RL, Ukraine Rejects Russia's Claim It Captured Key City, Last update 04.07.2026; RFE/RL, What Are The Relay Stations Stoking Belarus-Ukraine Tensions? Last update 26.06.2026; RFE/RL, Zelenskyy Warns Belarus To Remove Signaling Equipment Used By Russia For Attacks, Last update 20.06.2026; Tagesschau, Tote bei russischen Angriffen - Ukraine attackiert Ölanlagen, Last update 04.07.2026; Tagesschau, Russland meldet Einnahme wichtiger Stadt im Donbass, Last update 04.07.2026; The Kyiv Independent, Ukraine halved Russia's rate of advance so far in 2026, Syrskyi says, Last update 10.07.2026; The Kyiv Independent, Belarus 'nearing completion' in constructing Military infrastructure along Ukraine's border, Zelensky says, Last update 26.06.2026; The Kyiv Independent, Belarus halts Equipment used to guide Russian strikes, Zelensky says, after Ukraine's ultimatum, Last update 24.06.2026; The Kyiv Independent, Analysis: Russia breaks into Kostiantynivka, opening battle for Donbas fortress belt, Last update 23.06.2026; The Kyiv Independent,Ukraine to create new drone units to bolster defenses along northern border with Russia, Belarus, Syrskyi says, Last update 16.06.2026; Ukrinform, Generalstab meldet 269 Zusammenstöße entlang der Front. Raum Kostjantyniwka am stärksten umkämpft, Last update 31.07.2026; Ukrinform, Die Ukraine hat derzeit die strategische Initiative im Krieg, Last update 25.07.2026; Ukrinform, Kommandeur der Nationalgarde: russische Truppen an einigen Frontabschnitten zahlenmäßig um das Sechsfache überlegen, Last update 23.07.2026; Ukrinform, Kommandeure unterrichten Selenskyj über Vorbereitungen auf mögliche Szenarien in Richtung Tschernihiw- Kyjiw, Last update 21.07.2026; Ukrinform, ISW: russischer Versuch einer Offensive im Gebiet Sumy gescheitert, Last update 21.07.2026; Ukrinform, Militärsprecher: russische Truppen versuchen, Kontrollzone entlang der gesamten Frontlinie einzurichten, Last update 17.07.2026; Ukrinform, Ukraine verlängert Kriegsrecht bis zum 31. Oktober 2026, Last update 14.07.2026; Ukrinform, Grenzschutz: Belarus baut militärische Infrastruktur an der Grenze zur Ukraine weiter aus, Last update 10.07.2026; Ukrinform, Selenskyj: Belarus schließt Bau von Straßen sowie Material- und Munitionslagern an der Grenze zur Ukraine ab, Last update 25.06.2026; Ukrinform, Relaisstationen für Drohnen auf belarussischem Gebiet nicht mehr in Betrieb – Selenskyj, Last update 24.06.2026; IPN, Belarus forms new air assault brigade on Ukrainian border, Last update 03.08.2026.

Aktuelle Informationen aus den Briefing Notes des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vom 3. August 2026

1. Neuer Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte


Die Entscheidung vom 21.07.26, M. Drapatyj als Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte zu benennen, trägt Berichten zufolge dazu bei, die Stimmung im Land zu beruhigen. Drapatyj besitze hohes Ansehen in politischen, militärischen und zivilgesellschaftlichen Kreisen. Dennoch stehe Präsident Selenskyj unter anhaltendem Druck seitens protestierender Bevölkerungsteile wie auch der Forderung des entlassenen Verteidigungsministers M. Federows selbst, dessen Entlassung rückgängig zu machen. Der Amtsnachfolger Federows, der bisherige Leiter des Inlandsgeheimdienstes SBU, J. Chmara, habe die Position bis zu seiner für August 2026 geplanten Bestätigung durch das Parlament zunächst kommissarisch angetreten.


2. Verfolgung russischer Kriegsverbrechen


Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat Medienangaben zufolge dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) auf dessen Anfrage im Mai 2026 zahlreiche Materialien zu mutmaßlichen russischen Verbrechen gegen ukrainische Kriegsgefangene übermittelt. Der Fokus des IStGH liege vor allem auf jenen Verbrechen, die in den besetzten ukrainischen Gebieten begangen würden. Seit Kriegsbeginn sind nach Aussage der stellvertretenden ukrainischen Parlamentspräsidentin über 9.000 ukrainische Bürgerinnen und Bürger, darunter 400 Zivilpersonen, zurückgeholt worden. Derzeit seien von ca. 7.000 in russischer Kriegsgefangenschaft befindlichen ukrainischen Militärangehörigen 95 % Folterungen ausgesetzt. Nach Angaben des ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten hat die Russische Föderation bislang 406 Gefangene zu Tode gefoltert. Bis Anfang März 2026 wurden laut ukrainischer Generalstaatsanwaltschaft ca. 213.200 Kriegsverbrechen durch russische Truppen registriert. Seit Juni 2025 seien in der Ukraine Ermittlungen wegen 72.295 Verbrechen im Zusammenhang mit der russischen Aggression, insbesondere wegen 68.900 Kriegsverbrechen eingeleitet worden. Insgesamt seien 349 Verdächtige in Gewahrsam, 258 Straftaten bereits vor Gericht gebracht und gegen 97 Russen Gerichtsurteile gefällt worden. Aktuell sei ein Vorverfahren wegen möglicher Kriegsverbrechen eingeleitet. Es handele sich um Fälle des Einsatzes von Munition mit abgereichertem Uran in Angriffsdrohnen, mit denen das russische Militär im Zeitraum von April bis Juni 2026 die nordukrainische Region Tschernihiw attackiert habe. Der Kontakt mit Munitionsresten stelle eine gesundheitliche Gefahr dar.


Quellen:


1. The Guardian, Ukraine war briefing: War on Wildberries burns two more warehouses, last update 23.07.2026; Ukrinform, Drapatyj übernimmt Kommando über Streitkräfte der Ukraine: Wichtigste Herausforderungen für neuen Oberbefehlshaber, last update 25.07.2026; The Guardian, Ukraine war briefing: Mykhailo Drapatyi takes over as Kyiv’s top commander, last update 22.07.2026; RFE/RL, Exit 'The Butcher': Zelenskyy Makes Another Shakeup To Ukraine's Military Command, last update 21.07.2026; Tagesschau, Selenskyj entlässt Oberbefehlshaber Syrskyj, last update 21.07.2026; Tagesschau, Ein Hoffnungsträger an der Spitze der Armee, last update 22.07.2026; The Kyiv Independent, Ukraine has a new commander-in-chief — Who is Mykhailo Drapatyi?, last update 21.07.2026; Der Standard, Selenskyj ernennt Geheimdienstler Chmara zum neuen Verteidigungsminister, last update 16.07.2026.


2. Ukrinform, Generalstaatsanwaltschaft übermittelt dem Internationalen Strafgerichtshof Beweise für Russlands Verbrechen gegen ukrainische Kriegsgefangene, last update 26.05.2026; Ukrinform, Circa 7000 ukrainische Militärangehörige in russischer Kriegsgefangenschaft, 95 % von ihnen werden Folterungen ausgesetzt – stellvertretende Parlamentsvorsitzende, last update 26.05.2026; Ukrinform, Menschenrechtsbeauftragter: Russland hat 406 ukrainische Gefangene zu Tode gefoltert, last update 22.05.2026; Ukrinform, Staatsanwaltschaft der Ukraine ermittelt zu fast 69 Tausend russischen Kriegsverbrechen, last update 22.06.2026; Ukrinform, SBU: Russland setzt gegen die Ukraine Munition mit abgereichertem Uran ein, last update 23.07.2026.

Wichtig für Drittstaatsangehörige aus der Ukraine: Der aktuelle Aufenhaltstatus endet am 4. März 2025

Am 4. März 2025 ändert sich der Status der bei uns lebenden Drittstaatsangehörigen aus der Ukraine, deren Aufenthaltsrecht nach § 24 AufenthG per Durchführungsbeschluss des Rates der Europäischen Union vom 25. Juni 2024 (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=OJ:L_202401836) geregelt ist.


Über die Folgen für die Betroffenen informiert die im westfälischen Münster ansässige Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. (GGUA) in einer umfangreichen Hilfestellung: https://www.einwanderer.net/fileadmin/downloads/tabellen_und_uebersichten/Drittstaatsangehoerige_Ukraine_2025.pdf 

 

Ergänzend dazu verweist das Jobcenter auf diese Regelungnen:    


1. Beim Einsatz von Förderleistungen kann bei Geflüchteten aus der Ukraine von einer positiven Prognose ohne weitere Prüfung des Aufenthaltstitels zumindest bis zum 4.März 2026 ausgegangen werden. 


2. Die Befristung des Aufenthaltstitels schließt auch eine über das Ende des befristeten Aufenthaltstitels hinausgehende Förderung einer längerfristigen Maßnahme nicht grundsätzlich aus. Dabei sind folgende Voraussetzungen zu beachten:  


Die Entscheidung über eine sinnvolle und notwendige Förderung ist unter Beachtung von § 3 Absatz 3 SGB II bzw. § 7 SGB III (Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit) zu treffen und vom konkreten Einzelfall abhängig.


Läuft die Geltungsdauer während des vorgesehenen Förderzeitraums oder der Nachbeschäftigungszeit (EGZ) aus, ist im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (§ 20 Abs. 2 SGB X) zu prüfen, ob nach Ablauf eines befristeten Aufenthaltsrechts die Möglichkeit einer Verlängerung des Aufenthalts besteht; beispielsweise auf der Grundlage eines Aufenthaltstitels zur Berufsausbildung oder zur Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses.


Grundsätzlich ist ein Wechsel in andere Aufenthaltstitel, insbesondere zu Erwerbs- oder Bildungszwecken zulässig. Im Falle des Arbeitsplatzverlustes ist eine Rückkehr in eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Absatz 1 AufenthG weiterhin möglich, solange die Richtlinie 2001/55/EG zum vorübergehenden Schutz Anwendung findet und die betreffende Person zum Kreis der Anspruchsberechtigten gehört.  


Die Befristung der Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG ist rechtlich gleichzusetzen mit der Befristung jeglicher anderer Aufenthaltserlaubnisse (siehe Anhang: BMI-Länderschreiben vom 8. Oktober 2024).


3. Neues Verfahren zur Vereinbarung von Terminen beim Landesamt für Einwanderung (LEA) 


Das Landesamt für Einwanderung hat das Verfahren zur Vergabe der Termine grundlegend geändert. Die bisherige Online-Terminvereinbarung wurde dauerhaft außer Betrieb genommen. Die Terminvergabe erfolgt über den Online-Antrag oder mittels Kontaktformular.  


Das Landesamt für Einwanderung stellt den Großteil der Dienstleistungen auf digitale Anträge um. Für erste Dienstleistungen (wie zum Beispiel für Verpflichtungserklärungen, den Aufenthaltstitel Blaue Karte EU oder Aufenthaltserlaubnisse zur Ausbildung) werden die Termine nach Prüfung der online eingereichten Dokumente direkt von den zuständigen Referaten an die Antragsteller vergeben. 


Wenn für die benötigte Dienstleistung noch kein Online-Antrag zur Verfügung steht, können Termine bei den zuständigen Referaten mittels Kontaktformular vereinbart werden. In Notfällen kann das Kontaktformular des zuständigen Referats genutzt werden.  


Die Informationen zur Terminvergabe beim Landesamt für Einwanderung sind unter folgenden Link hinterlegt: https://www.berlin.de/einwanderung/termine/termin-vereinbaren 

Wikipedia über die Ukraine

Informationen über die Ukraine in Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ukraine


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