Aktuell

Statistisches Bundesamt: 3,2 Millionen Schutzsuchende zum Jahresende 2025
Zum Jahresende 2025 waren in Deutschland rund 3,2 Millionen Menschen als Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das rund 3,9 % der Bevölkerung in Deutschland. Im Vergleich zum Jahresende 2024 ging die Zahl der registrierten Schutzsuchenden um 2,1 % oder 68 000 Schutzsuchende zurück. Schutzsuchende sind Ausländerinnen und Ausländer, die sich nach Angaben des AZR unter Berufung auf völkerrechtliche, humanitäre oder politische Gründe in Deutschland aufhalten.
Anteilig an der Gesamtbevölkerung lebten Ende 2025 die meisten Schutzsuchenden in Bremen (6,6 %), im Saarland (5,3 %) und in Berlin (5,2 %). Am niedrigsten waren die Anteile in Brandenburg (3,0 %), Bayern (3,0 %) und Mecklenburg-Vorpommern (3,3 %). Nach der Staatsangehörigkeit betrachtet waren Ukrainerinnen und Ukrainer (1 164 000 Personen) die größte Gruppe unter den Schutzsuchenden, gefolgt von syrischen (669 000) und afghanischen (321 000) Staatsangehörigen. Zusammen stellten diese drei Staatsangehörigkeiten zwei Drittel (66,5 %) aller Schutzsuchenden.
Erstmals eingereiste Schutzsuchende im Jahr 2025 mehrheitlich aus der Ukraine
Zum Jahresende 2025 waren 155 000 Schutzsuchende registriert, die im selben Jahr erstmals nach Deutschland eingereist waren. Darunter waren Ukrainerinnen und Ukrainer mit 93 000 oder 60,3 % aller Ersteingereisten die größte Gruppe, gefolgt von 13 000 Syrerinnen und Syrern (8,3 %) und 13 000 Afghaninnen und Afghanen (8,1 %).
Erstmals in den Jahren seit Beginn des russischen Angriffskriegs waren unter den Ersteingereisten aus der Ukraine mehr Jungen und Männer (51 000) als Mädchen und Frauen (43 000). Dies dürfte mit dem Ende August 2025 in der Ukraine aufgehobenen allgemeinen Ausreiseverbot für ukrainische Männer zwischen 18 und 22 Jahren zusammenhängen. Auch vorläufige Ergebnisse der Wanderungsstatistik zeigen einen deutlichen Anstieg der Zuwanderung aus der Ukraine zwischen September und November 2025.
Insgesamt war die Zahl erstmals eingereister Schutzsuchender zum Jahresende 2025 um fast die Hälfte (-46,4 % oder -134 000 Personen) niedriger als ein Jahr zuvor (Ende 2024: 289 000 Personen). Prozentual besonders stark war der Rückgang bei erstmals eingereisten Schutzsuchenden aus Syrien (-73,8 %; -36 000 auf 13 000 Personen) und der Türkei (-65,0 %; -11 000 auf 6 000 Personen). Aber auch für die größte Gruppe unter den erstmals eingereisten Schutzsuchenden, die Ukrainerinnen und Ukrainer, war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (-32,5 %; -45 000 auf 93 000 Personen).
83 % der Schutzsuchenden haben einen anerkannten Schutzstatus
Mit rund 2,7 Millionen Personen (2024: ebenfalls rund 2,7 Millionen) verfügte Ende 2025 der Großteil der Schutzsuchenden (83,4 %) über einen humanitären Aufenthaltstitel und damit über einen anerkannten Schutzstatus. Für die große Mehrheit war dieser Schutzstatus zeitlich befristetet (88,1 % oder 2,4 Millionen Personen), lediglich 11,9 % (321 000 Personen) besaßen einen unbefristet anerkannten Schutzstatus. Unter den Schutzsuchenden mit anerkanntem Schutzstatus war vorübergehender Schutz (§ 24 AufenthG), der im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine gewährt wird, der häufigste Aufenthaltstitel (1 090 000 Schutzsuchende oder 40,4 %). An zweiter Stelle folgte die Flüchtlingseigenschaft nach der Genfer Flüchtlingskonvention (500 000 Schutzsuchende oder 18,5 %) und an dritter Stelle subsidiärer Schutz (373 000 Schutzsuchende oder 13,8 %).
Bei 361 000 Schutzsuchenden (2024: 427 000) lag Ende 2025 ein offener Schutzstatus vor; das heißt, über ihr Schutzgesuch war noch nicht rechtskräftig entschieden worden. 178 000 Schutzsuchende waren nach einer Ablehnung im Asylverfahren oder nach Verlust ihres Schutzstatus mit abgelehntem Schutzstatus registriert und damit ausreisepflichtig (2024: 171 000). Davon waren 140 000 Personen oder 78,8 % im Besitz einer Duldung (2024: 136 000). 14 000 Schutzsuchende (7,8 %) waren latent und 24 000 Schutzsuchende (13,4 %) vollziehbar ausreisepflichtig. Latent Ausreisepflichtige können noch Rechtsmittel gegen die Begründung ihrer Ausreisepflicht einlegen. Bei vollziehbar Ausreisepflichtigen ist die Begründung zu ihrer Ausreisepflicht rechtskräftig.
Starker Anstieg der Aufenthaltsgewährungen bei nachhaltiger Integration
Den größten prozentualen Anstieg bei Aufenthaltstiteln im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Aufenthaltsgewährung bei nachhaltiger Integration (+42,5 %; +18 000 auf 60 000 Personen), den größten absoluten Anstieg beim vorübergehenden Schutz (+4,9 %; +51 000 auf 1 090 000 Personen). Der Anstieg bei den Aufenthaltsgewährungen bei nachhaltiger Integration steht in Zusammenhang mit dem Chancen-Aufenthaltsrecht, das von Ende 2022 bis Ende 2025 in Kraft war. Dieses 18-monatige "Aufenthaltsrecht auf Probe" bot langjährig Geduldeten unter bestimmten Voraussetzungen eine Perspektive auf eine Aufenthaltsgewährung. Insgesamt schließt die Zahl der rund 60 000 Schutzsuchenden mit einer Aufenthaltsgewährung nach § 25b AufenthG aufgrund nachhaltiger Integration in die Lebensverhältnisse in Deutschland auch Aufenthaltsgewährungen für Ehegattinnen und -gatten, Lebenspartnerinnen und -partner sowie minderjährige Kinder ein.
Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 12. Mai 2026

Runder Tisch diskutiert über Kürzungen bei Integrationskursen und Asylverfahrensberatung
Die von der Bundesregierung geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen und der Asylverfahrensberatung waren Thema beim monatlich stattfindenden Runden Tisch Flüchtlingsarbeit Steglitz-Zehlendorf in der Griechischen Gemeinde. Im Rahmen der dazu intensiv geführten Debatte informierten Vertreterinnen und Vertreter der Volkshochschule, des Bundesamts für Migration und Flüchtlnge (BAMF) und der Asylverfahrensberatung vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) über die aktuelle Situation und die Folgen für die Betroffenen.

IAB-Zuwanderungsmonitor April 2026
Der monatlich erscheinende Zuwanderungsmonitor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) analysiert Zuwanderung, Beschäftigung und Arbeitslosigkeit bestimmter Staatsangehörigkeitsgruppen.
Für den Monat April 2026 enthält der Zuwanderungsmonitor mit Stand vom 11.05,2026 diese Zahlen und zeigt damit die entsprechenden Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt:
- Die ausländische Bevölkerung in Deutschland ist nach Angaben des Ausländerzentralregisters im März 2026 gegenüber dem Vormonat um rund 9.000 Personen gesunken.
- Die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung betrug im Februar 2026 57,0 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,8 Prozentpunkte gestiegen.
- Die absolute Zahl der Arbeitslosen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit ist im
April 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 12.000 Personen gesunken. Dies
entspricht einem Rückgang von 1,1 Prozent.
- Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bevölkerung lag im Februar 2026 bei 15,2 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozentpunkte gesunken.
-Die SGB-II-Hilfequote der ausländischen Bevölkerung lag im Januar 2026 bei 19,1 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozentpunkte gesunken.
- Unter den ausländischen Staatsangehörigen belief sich die Beschäftigungsquote von Frauen im Oktober 2025 auf 51,5 Prozent und von Männern auf 63,4 Prozent. Die Beschäftigungsquote von Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozentpunkte gestiegen, die von Männern um 2,0 Prozentpunkte.
Den vollständigen IAB-Zuwanderungsmonitor gibt es unter: https://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/Zuwanderungsmonitor_2603.pdf

Amnesty International zur Lage der Menschenrechte; Deutschland am Scheideweg
Der Amnesty-Bericht zur weltweiten Lage der Menschenrechte 2025/26 dokumentiert eine verschärfte globale Menschenrechtskrise. Maßgeblich verantwortlich dafür sind Regierungen, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen. Auch für demokratische Länder gilt: Sie üben rücksichtslos militärische Gewalt aus, unterdrücken friedliche Proteste, missachten Rechtsstaatlichkeit und verletzten die Rechte von schutzbedürftigen Menschen. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in dem über 400 Seiten langem Bericht, für den 144 Länder untersucht wurden.
Mehr dazu unter: https://www.amnesty.de/sites/default/files/2026-04/Amnesty-Report-2025-ausgewaehlte-Kapitel-auf-Deutsch-April-2026.pdf

Die neue EU Rückführungsverordnung: Frontalangriff auf die Rechte von Geflüchteten
Die extremen Rechten im Europaparlament jubelten: Gemeinsam mit der konservativen EVP-Fraktion brachten sie eine neue Rückführungsverordnung durch. Diese ignoriert Grundrechte und sieht massive Verschärfungen vor – von langer Abschiebungshaft bis hin zu außereuropäischen Abschiebungszentren.
PRO ASYL analysiert, was Geflüchteten droht:
https://www.proasyl.de/news/die-neue-rueckfuehrungsverordnung-frontalangriff-auf-die-rechte-von-gefluechteten/

Runder Tisch im Gespräch mit Staatsekretärin Micha Klapp
Beim Runden Tisch Flüchtlingsarbeit Steglitz-Zehlendorf im März konnten die Teilnehmenden Frau Micha Klapp (im Foto rechts) begrüßen, die im Berliner Senat als Staatssekretärin für das Thema Arbeit zuständig ist.
Frau Klapp informaierte darüber, dass die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt in Berlin positive Fortschritte zeigt, beispielsweise durch Projekte wie "Work for Refugees", die individuelle Berufswege für Menschen mit Fluchthintergrund finden. Diese Projekte bieten Unterstützung und Beratung bei der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt und der Planung der beruflichen Laufbahn.
Insgesamt sei die Arbeitslosigkeit bei Geflüchteten im Vergleich zu Vorjahren gesunken, und die Zahl von sozialversicherungspflichtigen Jobs gestiegen. Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibe die Integration in den Arbeitsmarkt und die Teilhabe von Geflüchteten in die Gesellschaft ein wichtiges Ziel, das weiterhin Aufmerksamkeit und Engagement erfordert.

Willkommensbündnis begrüßt Gabriele Rosenstreich, die neue Beauftragte für Partizipation und Integration in Steglitz-Zehlendorf
Mit Gabriele Rosenstreich (auf dem Foto rechts) gibt es seit diesem Februar in Steglitz-Zahlendorf wieder eine Beauftragte für Partizipation und Integration, die gleichzeitig das Integrationsbüro des Bezirksamtes leitet. Zusammen mit ihrem Team wird sie sich für Vielfalt und die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte am gesellschaftlichen Leben im Bezirk einsetzen.
Gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit nutzte Gabriele Rosenstreich die Gelegenheit, sich beim monatlichen Runden Tisch Flüchtlingsarbeit des Willkommensbündnisses den dort regelmäßig zusammenkommenden hauptamtlichen Akteuren vorzustellen, Kontakte zu knüpfen uns erste Anregungen für das gemeinsame Engagement aufzunehmen.

Keine Kürzungen der Integrationskurse, bestehende Sprachförderung sichern - Appell an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt
Angesichts der geplante Kürzungen bei den Integrationskursen appellieren die Integrationsbeauftragten aller Bundesländer an Innenminister Alexander Dobrindt, den Menschen, die nach Deutschland kommen und unsere Sprache lernen, arbeiten und sich integrieren wollen, nicht den Zugang zu den Integrationskursen zu verweigern. Ein solches Vorhaben ist integrations- und migrationspolitisch kurzsichtig und steht nicht im Einklang mit arbeitsmarktpolitischem Bedarf und den Prioritäten der Länder.
Dabei sei Integration von Anfang an ohne Sprache unmöglich. Sprachförderung ist zentral für gesellschaftliche Teilhabe, wirtschaftliche Integration und Fachkräftesicherung. Sprache wirkt Ausgrenzung entgegen und ist entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Integrationsbeauftragten fordern stattdessen, die bestehenden Strukturen der Sprachförderung zu sichern und kurzfristig folgende Maßnahmen umzusetzen:
- Zugang zur freiwilligen Teilnahme an Integrationskursen sichern.
- Wiederholungsmodule der Integrationskurse wieder einführen.
- Das volle Spektrum der Berufssprachkurse wieder bereitstellen.
- Das bewährte, international anerkannte System der Sprachförderung sowie nachhaltige Integrationsstrukturen erhalten.
Mehr dazu unter: https://www.berlin.de/lb/intmig/service/presse/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1651224.php

Fachleute aus Kopenhagen informieren sich über Fragen der Unterbringung von Geflüchteten
Auch über den Bezirk hinaus gibt es immer wieder großes Interesse am viefältigen Engagement des Willkommensbündnisses Steglitz-Zehlendorf. So fand Mitte Januar ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung Kopenhagen und des dortigen Jobcenters statt.
Dabei ging es den Gästen aus der dänischen Hauptstadt vor allen um Fragen der allgemeinen Unterbringung von Geflüchteten, um die Qualität und personelle Ausstattung der dafür geschaffenen Unterkünfte, die Dauer des jeweiligen Aufenthaltes und die damit einhergehenden Probleme.
Themen bei dem Austausch in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek waren aber auch die ehrenamtliche Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache, bei der schulischen Bildung, bei der Begleitung in Ausbildung und Arbeit sowie die allgemeine gesellschaftliche Integration der schutzsuchenden Menschen.

Runder Tisch bespricht die aktuelle Unterbringung von Geflüchteten in Steglitz-Zehlendorf
Im Mittelpunkt des ersten Runden Tisches im neuen Jahr stand die momentane und zukünftige Unterbringung von Geflüchteten in Steglitz-Zehlendorf.
Wegen des aktuellen Anschlags auf das Stromnetz im Berliner Südwesten ging dabei auch um die Folgen für die vier von dem tageslangen Stromausfall betroffenen Unterkünfte, deren Bewohnerinnen und Bewohner vorübergehend im Flughafen Tefel untergebracht werden mussten.
Als Gast und Gesprächspartner konnten die Teinehmerinnen und Teilnehmer in der Griechischen Gemeinde auch Steffen Weickert, den kommissarischen Präsidenten des Berliner Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) begrüßen.

Keine neue Unterkunft in der Thielallee - Berlin stoppt vorerst Bau neuer Flüchtlingsunterkünfte
Zahlreichen Presseberichten zufolge werden in Berlin bis auf Weiteres keine neuen Gemeinschaftsunterkünfte für Geflüchtete errichtet. Darauf hat sich der von CDU und SPD geführte Senat verständigt.
Danach würden die vereinbarten Standorte insbesondere für Containerdörfer wie an der Thielallee in Dahlen nicht mehr benötigt, da in den kommenden Jahren weniger Flüchtlinge nach Berlin kommen werden.
Lediglich die geplante Unterkunft an der Hasenheide in Kreuzberg, wo in einem ehemaligen Bürogebäude bis zu 1.000 Unterkunftsplätze entstehen sollen, will die schwarz-rote Koalition bis Ende 2026 noch umsetzen. Weitere Unterkünfte würden aber nicht benötigt, hieß es aus der Koalition.
Stattdessen wolle man sich nach einem Bericht in rbb24 Inforadio vor allem auf die Standorte Tempelhof und Tegel konzentrieren. Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof sollen mindestens 1.100 weitere Unterkunftsplätze entstehen. Dort sollen auch Wohncontainer, die bereits für andere Standorte bestellt wurden, genutzt werden.
Zusätzlich bevorzuge man, wie die Berliner Zeitung schreibt, "Menschen weiterhin vor allem in bereits genutzten Hotels, Hostels und ehemaligen Schul- oder Bürostandorten unterzubringen."

Lesung im Steglitz-Museum: Geflüchtete berichten über ihr Verständnis von Heimat
Was bedeutet Heimat für mich? Was habe ich in der alten oder der neuen Heimat erlebt? Was wünsche ich mir? Was macht einen Ort zu einem Zuhause?
Aus einem Schreibwettbewerb des Berliner Landesamts für Flüchtlinge (LAF) entstand ein Buch mit dem Titel das Buch “Heimat suchen, Heimat finden”. Es umfasst die 33 besten Texte aus dem Wettbewerb – autobiografische Erzählungen, Kurzgeschichten, Essays und Gedichte.
In diesen wird deutlich: Heimat ist mehr als ein Ort auf der Landkarte – sie wird zu einem Gefühl der Zugehörigkeit, Vertrautheit und Selbstverständlichkeit. Ein zunächst fremder Ort kann zur neuen Heimat werden, ohne die tiefen Verbindungen zur eigenen Herkunft zu vergessen.
Im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Woche hatte das Willkommensbündnis Steglitz-Zehlendorf in Zusammenarbeit mit dem Steglitz-Museum zu einer Lesung eingeladen, bei der drei Autorinnen und Autoren aus Afghanistan und Syrien ihre Texte vorstellen und mit dem Publikum ins Gespräch kommen konnten.
Das Buch “Heimat suchen, Heimat finden” (SBN: 978-3-384-52023-4) ist im Tredition-Verlag erschienen und kann im Buchhandel für 10,35 Euro erworben werden.

Günther Schulze mit Verdienstmedaille des Bezirks Steglitz-Zehlendorf ausgezeichet
Für sein ehrenamtliches Engagement in der bezirklichen Debatte um Zuwanderung und Ankommen ist Günther Schulze mit der Medaille der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf ausgezeichnet worden.
Bei einem Festakt im Rathaus Zehlendorf ging Bezirksverordnetenvorsteher René Rögner-Francke in seiner Laudatio insbesonders auf Schulzes Verdienste um das von ihm im Jahr 2014 gegründete Willkommensbündnis für geflüchtete Menschen Steglitz-Zehlendorf ein, in dem sich hunderte Bürgerinnen und Bürger für Menschenrechte einsetzen und das weit über die Bezirksgrenzen hinaus als positives Beispiel für erfolgreiche, freiwillige Arbeit bekannt ist.

Treffpunkt Medizin fördert die beruflichen Perspektiven von geflüchteten Menschen im Gesundheitsbereich
Auf Initiative des Willkommensbündisses Steglitz-Zehlendorf fand Ende November zum dritten Mal der Treffpunkt Medizin statt.
Dabei konnten sich wieder einmal Geflüchtete, die in ihren Heimatländern schon in medizinischen Berufen gearbeitet haben, und andere, die eine solche Tätigkeit suchen, über ihre vielfältigen Erfahrungen auf dem Weg in einen medizinischen Beruf und über Arbeitsmöglichkeiten miteinander austauschen.
Der nächste Treffpunkt Medizin findet am 26. Februar 2025 statt. Interessierte können sich dafür per E-Mail an info@wikobuesz.berlin anmelden.

Das Berliner ABC rund um die Themen, Flucht, Ankommen und Bleiben - Abkürzungen, Bedeutungen und mehr
Was ist eigentlich eine MUF und was wird daraus, wenn man die Reihenfolge der Buchstaben in UMF verändert? Und was bitteschön bedeuten EASY, LEA und RLC?
Beim Hören und Lesen solcher Abkürzungen stehen einige Akteure, vor allem die, die neu in der Arbeit mit und für Geflüchtete sind, bisweilen vor einem Rätsel. Um dem abzuhelfen, haben wir eine Übersicht zusammengestellt, in der diese und weitere Begriffe erklärt werden.





